Posts mit dem Label Tourismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tourismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 24. Juni 2010

Allianzen mit "Low Cost Airlines" sind dringend nötig!



Zitat Compredes Gran Canaria:



Am Flughafen Gando auf Gran Canaria kamen im Monat Mai dieses Jahres 32,1 Prozent mehr Passiere mit Billigfliegern an. Das belegen gestern veröffentlichte Zahlen der staatlichen Flughafenbehörde AENA. Das kann eine neue Chance für den Tourismus sein, denn dieser steigende Trend der Billigflieger ist in ganz Spanien zu beobachten. Im Mai flogen 3 Millionen Menschen in Europa mit einem Billigflieger und mehr als die Hälfte davon flogen nach oder von Spanien. Das ist eine Steigerung vom Vorjahr von 5,6 Prozent.





So, so!!!

Natürlich ist das eine Chance für den Tourismus, nur leider hat man diese Chance jahrelang konsequent ungenutzt gelassen.

Längst hätte man mit eigenen Firmen in die Märkte der potentielle Gäste gehen und den (individual)Urlaub auf den Islas Canarias vermarkten müssen. Direkt vom Gastgeber für den Gast, -buchbar nur im Internet-  wenn man so will.

Überkapazitäten hat man ja inzwischen ohne ENDE!

Die meisten Mitflieger bei den Low Cost Airlines lassen den Großteil ihres Budgets direkt auf den Inseln.
Ein AI-Pauschaltourist lässt beispielsweise nur 12 - 18% seines Budgets im Gastland.

Klassische Individualtouristen - das ist die Mehrheit derer, die Low Cost Airlines bevorzugen - geben 75 - 80% ihres Budgets im Gastland aus.
Das sind schon gewaltige Unterschiede!

Die Inseln müssen ihre erdrückende Abhängigkeit von den Reisemultis teilweise lösen, sonst bleiben sie ein Spielball und werden immer weniger verdienen.

Jetzt ist es Zeit, selbst auf die Märkte der Touristen zu gehen und Allianzen mit Low Cost Airlines zu schließen, um mehr Individualtouristen auf die Inseln zu locken.

Mit der klassischen Pauschalreise können die Gastgeber auf den Inseln nicht mehr genug verdienen. Die alleinige Fokusierung auf den Billig-Pauschaltourismus hat zu einer Ghettoisierung der Urlaubszentren geführt, was man im Süden Gran Canarias ganz exemplarisch erleben kann.

Die Islas Canarias müssen flexibler werden, sonst sind sie auf dem internationalen Tourismusmarkt nicht mehr konkurrenzfähig.

Billig (low cost) FLIEGER sind gut!
Billig Tourismus ist schädlich!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Wählen Sie das neue Gran Canaria Logo im Internet!

Wieder einmal soll ein neues Logo eingeführt werden.
Hier die drei Vorschläge, die man im Internet wählen kann:



Auf der Website nuevamarcagrancanaria.com kann man an der Abstimmung teilnehmen.

Na, wofür entscheiden Sie sich?

Franco de Vilaflor hat sich entschieden!
Ich nehme dieses:



Hat jemand vielleicht ein eigenes, welches sie/er hier vorstellen will?

Vorschläge bitte an pressestelle_la-isla-bonita(at)directbox.com

Ich bin mal gespannt!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Vorsicht Falle!




Was war neulich in der Presse zu lesen?

Mehr als 5.000 Betten in der touristischen Vermietung auf La Palma sind illegal. Die meisten befinden sich in ländlichen Gebieten, auf denen nicht gebaut werden darf. Diese Unterkünfte entstanden in den 90er Jahren und sind auf der ganzen Insel verteilt, wobei die meisten im Aridanetal und in der Gemeinde Tijarafe angesiedelt sind. Es handelt sich in der Regel um kleine Ferienhäuschen oder –wohnungen, in denen vier bis fünf Personen untergebracht werden können. Beworben werden sie via Internet, nachdem die Mehrheit der Reiseveranstalter sie wieder aus dem Angebot genommen hat. Die Inselregierung ist daran interessiert, diese Unterkünfte nachträglich zu legalisieren. Da man nur ungern auf die zusätzlichen Kapazitäten verzichten möchte, muss eine Lösung gefunden werden. Ein erster Versuch in dieser Richtung scheiterte 2007 an dem Veto der Hotelvereinigung Ashotel. Mittlerweile schwenkten diese um und würden einer Legalisierung zustimmen, sofern feste Richtlinien in Bezug auf Qualität und Mindeststandards gesetzlich festgelegt würden. Ein entsprechendes Gesetz soll nun erarbeitet und verabschiedet werden. Erfüllen die Besitzer der Ferienwohnungen danach die Vorgaben, soll eine Sondergenehmigung den Bau und die touristische Aktivität nachträglich sichern. Wer sich daran nicht hält, hat auch nach der neuen Gesetzeslage keine Aussicht auf einen legalen Status. Unter den Betroffenen befinden sich auch zahlreiche Deutsche, die ständig oder zumindest monatsweise auf La Palma leben.


Bei der Megawelle hörte sich das in Bezug auf die Bettenzahlen zwar etwas anders an, ging aber thematisch auch in diese Richtung.
Auf der Insel La Palma werden rund 5.000 Touristenbetten jährlich illegal vermietet. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung El Dia hervor. Demnach stehen die bis zu 5 Betten fassenden Appartements und Ferienhäuser in Valle de Aridane und Tijarafe – einer attraktiven Ruralzone. Ein Grossteil der Eigentümer hat auch einen Antrag auf Legalisierung gestellt. Allerdings verbietet die Gesetzeslage den Anträgen nachzukommen, die Zonas Rurales stehen unter Schutz. Die meist deutschen Eigentümer bieten ihre Rural Ferienhäuser über das Internet zum vermieten an – eine Grauzone an der auch in Zukunft nichts geändert werden soll.


Die "Ashotel" verfolgt offenbar das Ziel, die privaten Kleinvermieter langsam, aber sicher, zu ruinieren, weil man das Geschäft gerne selbst machen will.
Auch die großen Reiseveranstalter haben ein Interesse daran, dass sie in den Markt der Individualtouristen einbrechen können.

Die klassische Pauschalreise ist gerade auf Inseln wie La Palma, La Gomera und El Hierro, die sich nicht als "Badeninseln" vermarkten lassen, nie so richtig stark gewesen und wir wissen aus aktuellen Untersuchungen, dass die klassische Pauschalreise ohnehin rückläufig ist.

Das ist ein Problem für Hotels und Reiseveranstalter.
Schauen wir uns doch die Belegungsraten auf La Palma an! Die liegen im Jahre 2009 um die 40%, bei einigen Hotels auch darunter.

Es geht an das Eingemachte, wie man so schön sagt. Nicht erst seit heute. Die Vereinigung "Ashotel" hat schon lange versucht, die privaten Vermieter - übrigens nicht nur auf den kleinen Inseln - zu "Illegalen" zu erklären.

Diese kleinen Betriebe gingen bei der Vermarktung ihrer Möglichkeiten schon seit Jahren sehr modern vor und nutzen bei der Werbung innerhalb ihrer Klientel europaweit konsequent das Internet.
Das, was die Experten heute den Tourismusverantwortlichen empfehlen, nämlich sich unabhängiger von den Reisemultis zu machen, praktizieren diese kleinen Vermieter schon seit langer Zeit sehr erfolgreich.

Ein Kollege, es war "La Palma Air", der damals mit anderen im La Palma Forum noch für ganz erheblich mehr Leser sorgte, - heute macht er uns ja hier in seiner Rolle als "Rico Ricotta" so viel Freude - startete dort einfach einmal eine Umfrage.

Der Titel:
Privat oder Hotel? Wird auch "schwarz" gezahlt?

Mike, der Betreiber des La Palma Forums, sagte dazu:

Viele Individualtouris auf der Insel bevorzugen die privaten Unterkünfte, ich kenne einige die würden nie in ein Hotel gehen.
Also ist dieser Gedanke völlig kontraproduktiv, denn Übernachtungen sind nicht die einzige Geldquelle die sprudelt wenn Gäste kommen.

Ich glaube das könnte so einige Leute von der Insel fernhalten.
Man sollte immer genau überlegen wie man den Tourismus ändert, so mancher Ideenerguss ging schon nach hinten los.



Und unser alter Haudegen FRANCO, mit dem ich kürzlich mal wieder Kontakt hatte, bemerkte richtigerweise:
Zur privaten Vermietung generell muß gesagt werden, daß speziell die 3 Kleinen (LP, Gomera und Hierro) ohne Privatvermietungen gar nicht auskommen bzw. das zumindest saisonale Aufkommen allein mit pauschal buchbaren Hotelbetten befriedigen könnten.

Insofern stellen Privat-Quartiere einen nicht zu unterschätzenden und absolut notwendigen Faktor dar, ohne den das Tourismus-Konzept dieser Inseln nicht haltbar wäre.
Das wissen natürlich auch die verantwortlichen Politiker ...


Nun ist es ja nicht so, dass wir in diesem Zusammenhang über echte "Schwarzvermieter" sprechen, sondern über Vermieter, die ihre Einnahmen angeben und versteuern, was angesichts ihrer Werbung im Internet natürlich auch ratsam ist. Auf La Palma lesen auch die örtlichen Behörden die "Announcen" im Internet, jedenfalls deren Dolmetscher.

Sie machen den Hotels nur unliebsame Konkurrenz, das ist deren Hauptproblem und deshalb versucht die "Ashotel" ihre Lobbyisten auch auf diese angeblich "illegalen touristischen Vermieter" zu hetzen.

Der sog. "ländliche Tourismus", der findet gerade in diesen Betrieben statt, die in der Eingansmeldung angesprochen wurden, macht auf La Palma knapp die Hälfte der gesamten Urlaubsbuchungen aus.

Viele dieser touristischen Einrichtungen waren "formell illegal", denn sie hatten keinen spezielle Betriebsgenehmigung oder erfüllten den Normenkatalog der kanarischen Tourismusbehörde nicht oder nicht in vollem Umfang.

Deshalb kam von den Cabildos auch die Initiative, diese Betriebe irgendwie zu legalisieren, denn man wusste um deren Bedeutung.
Folglich wurden Richtinien zur Legalisierung verabschiedet und viele Eigentümer stellten auch die entsprechenden Legalisierungsanträge.

So war das der "Ashotel" aber auch nicht recht und man legte Veto gegen das Legalisierungsverfahren ein.
Viele Betriebe sind jetzt bekannt und beantragten die Legaisierung, man kann sie sich also vor Ort anschauen und genau das haben die Strategen der Ashotel wahrscheinlich auch gemacht, denn ihr Problem ist immer noch da und droht bei den derzeitigen Auslastungsraten im Hotelbereich ruinös zu werden: Diese Betriebe stellen einfach eine unliebsame Konkurrenz dar!

Jetzt will man auf einmal nicht mehr am eigenen VETO gegen eine zu weitgehende Legalisierung festhalten und bietet etwas an, was man wirklich nur als FALLE ansehen kann.

Ein Gesetz solle erarbeitet und verabschiedet werden. Man brauche jetzt feste Regeln in Bezug auf sog. "Qualitätsstandards". Erfüllten die Besitzer der Ferienwohnungen danach die Vorgaben, solle eine Sondergenehmigung den Bau und die touristische Aktivität nachträglich sichern.

Ganz clever von den Strategen der "Ashotel" gemacht.
Sie wissen, dass viele Betriebe gar nicht über das Kapital verfügen, um Standards zu erfüllen, die heute für den Neubau von touristischen Anlagen gefordert werden.
Ganz abgesehen davon, ob man diese für die in Frage stehenden Betriebe überhaupt braucht, - sie erfreuen sich ja offensichtlich großer Beliebtheit bei einer Stammklientel - könnte man so unliebsame Konkurrenz loswerden und selbst das Geschäft machen.

Machen wir uns nichts vor! Seit Jahren versuchen die Reisemultis in Kooperation mit örtlichen Partnern einen Markt aufzubauen, der genau in die Richtung "Turismo Rural" geht.
Sowas soll der geneigte Urlauber auch bei TUI, Thomas Cook, Alltours oder Rewe Touristik buchen können.
Die am Computer vom Kunden selbst zusammengestellte Reise.
Unterkunft, natürlich auch mit Selbstversorgung, Flug, natürlich mit einem speziellen Flieger, das Auto, natürlich von einer eigenen Autovermietung, Ausflüge, vielleicht mit einem "Scout" des Reiseanbieters, u.s.w.
Da stören die vielen privaten Kleinvermieter natürlich gewaltig!


Bereits seit vielen Jahren ist die private Ferienvermietung auf den kleinen Canarias ein Zankapfel und Politikum.

Geschützt werden soll die Hotelerie vor illegaler Konkurrenz, der Fiskus vor Vermietungsgeschäften vorbei an der Steuerbehörde und der Gast und Mieter privater Ferienwohneinheiten vor einem zu niedrigen Qualitätsstandard.

Man wird der Verwaltung nicht absprechen können, entsprechende Schutzregelungen zu verabschieden.
Tatsache ist aber, dass sich die ganz überwiegende Zahl der betroffenen Betriebe bei der letzten "Legalisierungsaktion" hat registrieren lassen und dass man für diese Kleinbetriebe keine überzogenen "Qualitätstandards" normieren darf.

Das Ganze ist ein durchsichtiger Versuch der Geschäftemacher aus dem Pauschalbereich.
Sie wissen, dass sie die Entwicklung verschlafen haben.
Immer, wenn die Geschäfte schlechter laufen - das ist ja derzeit in ganz erheblichem Umfang der Fall, sind die Privaten schuld!

Das kennt man ja schon!

Für viele Stammkunden der Inseln stellen Privat-Quartiere einen nicht zu unterschätzenden und absolut notwendigen Faktor dar, ohne den ein vernünftiges, den Inseln angepasstes, Tourismus-Konzept gar nicht denkbar wäre.

Welches Konzept, werden da einige gerade im Falle La Palma fragen, denn das, was im Tourismus PTE veröffentlicht wurde, ist ganz sicher der Untergang der Insel.

Dazu später mehr!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Große Aufregung im La Palma Forum

Da könnte Vilaflor mal was Vernünftiges tun und den Aufruf, die Alegacion zu unterfertigen, auch via Traktor-TV verbreiten.


Don_Erwigo, "der Holzger-Killer", wendet sich direkt an Tagoror-TV.
Das ist gut so, er weiss wenigstens, was Leser wünschen.

Dann will ich ihm mal folgen und hier auf den LINK zu einer Alegación gegen die sog. AUTOVÌA auf La Palma hinweisen.

Gesagt, getan!
Nun informieren sich einige Mitglieder in diesem Forum ja sehr gerne beim "Inselchronisten" auf lapalma.cc und übernehmen das, was der schreibt, häufig völlig unkritisch.
Vor allem "Doña Demencia" JUANITA aus Tazacorte City hat offenbar eine neu BIBEL gefunden, mit all den Gefahren, die das in sich birgt.

So wird u.a.darauf hingewiesen, dass Gemeinden wie Breña Alta oder El Paso die Trasse der Autovía aus ihren PGO´s genommen hätten.
Schön, das ist ungefähr so zu beurteilen als wenn die Gemeinde "Ebergötzen" morgen ganz offiziell die diplomatischen Beziehungen zu den USA abbrechen würde.

Es gibt einen PIOT (Plan Insular de Ordenación del Territorio) für La Palma und aus dem haben die Gemeinden ihre Pläne gefälligst zu entwickeln. Darauf wies ein Vertreter des Cabildos bei einer Informationsveranstaltung für Einheimer, "Extremresidenten" und "Extremgäste" vorsichtshalber schon einmal hin!

Wäre ja auch noch schöner, wenn jede Gemeinde machen könnte, was sie wollte.
Wo waren denn die Aufschreie, als dieser PIOT enstand?
Das ist der wichtigste Plan für La Palma und statt konzentriert dessen Enstehung zu beeinflussen, hat man, wohl damit sich die "PALMERAS" Juanitas und weitere Einheimer oder "Extremresidenten" beruhigen, einfach mal die PGO´s der Gemeinden ein wenig entschärft, wohl wissend, dass die Entschärfungen rechtlich völlig unbeachtlich sind.

Ja, das waren perfekte PLACEBOS!

Erinnern wir auch mal daran, wer die meisten Umweltskandale an den Küsten unterstützt und angerichtet hat. Immer waren es Gemeidefürsten, die jahrzehntelang nichts taten, während gegen die Vorschriften des Küstengesetz Bauten in den Schutzzonen enstanden.
Glücklicherweise wird jetzt durch COSTAS besser aufgepasst.

Nun aber der große Aufschrei, vor allem von deutschsprachigen "Sesselfurzern", die sich einschalten und andere ermuntern wollen, Alegaciónes zu unterschreiben.

Irgendwie süß!

"Herb", ein wirklicher "Extremresident", "mein verrückter Doc" und einer meiner persönlichen Lieblingsschreiber in kanarischen Foren, dessen Spuren im La Palma Forum allerdings sorgsam gelöscht wurden, - er erscheint jetzt unter "Anonymous" - hat es schon einmal angedeutet:


Palmerischer Bauernkommentar

Zu dem Thema sagte mein Nachbar, der Bauer Ifigenio:
Das hat mit Demokratie nichts zu tun.
Da war es ja unter Franco besser.


Ja und der "verrückte Vilaflor" hat den "Sesselfurzern" schon ganz früh folgendes nahegelegt:

Gegen ein solches Projekt hilft nur noch die Wahrnehmung eines "Widerstandsrechtes".
Ich kann in diesem Zusammenhang nur an die Aktion der Menschen auf El Hierro erinnern!

¡ Ni Radar Ni Lanzadera !
¡ El Hierro Para La Paz !


Dokumentation

Web Blog

Da hat man die Verantwortlichen in Tenerife gefragt, ob sie eine zweite ETA wollen.
Weil man die Herreños kannte, hat man Angst bekommen und die Gelder der EU liegen heute noch da, wo sie abgerufen werden sollten.

Man hat damals keinen Zweifel daran gelassen, dass keine Maschine lange funktionsfähig vor Ort existieren und jede Baumassnahme wieder rückgängig gemacht werden wird, wenn ihr wisst, was ich meine.
Fast alle Herreños fuhren damals mit Kind und Kegel vor das kanarische Parlament. Schiffe wurden gechartert.
Solche Projekte, wenn sie beschlossen sind, kann man nur mit Methoden unterbinden, die wir von Widerstandbewegungen in aller Welt kennen.
Da muss man sich auf die Gerätschaften der Zerstörung konzentrieren.
Da müssen Zufahrtswege unpassierbar gemacht werden.
Mehr möchte ich hier nicht sagen. Angst kann viel bewirken!
Aber sind die Palmeros wie die Herreños?

Das ist die grosse Frage!
Die Verwirklichung dieses Projektes markiert den Untergang der Isla Bonita und stellt die Weichen für das kleinere Mallorca im Atlantik!
Sucht Euch schon mal andere Inseln aus!
Gegen solche Zerstörungen hat man meiner Meinung nach eine echtes Widerstandsrecht!
Zunächst müssen evtl. Kollaborateure der Zerstörung auf der Insel wissen, was sie erwarten könnte, wenn sie gegen einen erklärten Volkswillen handeln sollten.
Falls sich aber auf der Insel kein Widerstand aufbaut, wird es zum Untergang kommen, weil nur ein kollektiver Bewohneraufstand den notwendigen Druck entfalten kann.
Da darf man gespannt sein, ob die Palmeros noch widerstandsfähig sind.


Ja und es stellt sich heraus, dass die Palmeros alles andere als WIDERSTAND im Sinne haben.
Hätte es denn einen Tourismusplan (Plan Territorial Especial de Ordenación de la Actividad Turística de la isla de La Palma) mit 5 Golfplätzen und mehr als 20.000 neuen Betten geben können, wenn sowas auf La Palma tatsächlich die Bevölkerung interessieren würde?
Der gemeine PALMERO lässt die Politiker traditionell einfach machen und sagt sich häufig, dass man ohnehin gegen die und ihre Vorstellungen nichts machen könne.
Das ist dort seit Jahrzehnten so, praktisch gehört die Unterlassungstradition zum guten Ton auf La Palma.
Hauptsache die BANANE bleibt weiterhin krumm und spült auch zukünftig Geld auf die Insel.
Die WIDERSTANDSLUST ist auf La Palma nur gering ausgebildet und deshalb wird es diese AUTOVÌA vermutlich auch geben, wenn andere nicht aufpassen.

Hier wurde bereits darauf hingewiesen, dass die UNESCO gut daran täte, den Status La Palmas als BIOSPÄRENRESERVAT kritisch zu überprüfen.
Letztlich plant man gerade eine "Ummodelierung" der Insel!

Machen wir uns nichts vor.
Gegen solche Projekte müssen alle, aber wirklich ALLE, Formen zivilen Widerstandes in Betracht gezogen werden.

Notfalls muss man auch bereit sein, Gewalt gegen Sachen zu verüben, damit die Ensthaftigkeit dokumentiert wird.

Letztlich ist die gesamte Planung an der Bevölkerung vorbei gegangen und die AUTOVIA steht im PIOT.
Das ist Fakt!

Wie sich auf El Hierro gezeigt hat, müssen schon bewilligte Finanzmittel nicht bedeuten, dass es tatsächlich zur Ausführung derartiger Projekte kommt.

Für die beiden Großprojekte auf El Hierro (Raketenabschussrampe und Radaranlage) waren auch schon viele Millionen bewilligt, aber die Herreños ließ das kalt!

Es ist UNSERE Insel und an UNS geht nichts vorbei, hat man damals deutlich gemacht und auf das Beispiel der ETA verwiesen!

Die Palmeros sind aber nicht so widerstandswillig wie die Herreños!
Letztere lebten 40 Jahre lang auf einer "vergessenen Insel" (isla de los desterrados) und Franco - nicht der aus La Restinga - sandte ihnen in regelmäßigen Abständen unliebsame Regimekritiker, glücklicherweise lebend. El Hierro war praktisch ein abgelegenes Gefängnis im Atlantik.
Dort haben sich deshalb ganz andere Traditionen entwickelt als auf La Palma.
Auf El Hierro hat man gelernt, die Dinge in die eigenen Hände zu nehmen.
Man braucht nur die Tourismuspläne beider Inseln zu vergleichen, dann weiss man, welche Insel langfristig "überleben" wird.

Auf La Palma läuft derzeit alles schief, was schief laufen kann und man muss die Bevölkerung kritisch fragen, wie sowas möglich ist.

Die Bevölkerung müsste sich erheben und DRUCK machen.
JETZT und nicht erst, wenn man in 5-8 Jahren fast allein auf einer Autobahn Gas geben kann, weil sonst niemand mehr hinfährt, der früher noch Stammgast auf einer sog. "Isla Bonita" war.

Machen wir es wie bei der möglichen Aussetzung einer Strafe zur Bewährung und stellen die wichtigste Frage:

Kann man La Palma derzeit eine positive Prognose bescheinigen?

VILAFLOR möchte diese Frage ad-hoc lieber nicht ehrlich beatworten, sonst meldet sich noch "Doña Demencia" JUANITA und hetzt ihre Bluthunde auf mich.

Freitag, 2. Oktober 2009

Botschafter gesucht!



Das könnte eine Aktion für die Tagoror-TV Leser sein.
Werden Sie einfach Botschafter!

100 touristische Botschafter sucht das Ministerium für Tourismus der Kanaren. Die Botschafter sollen zwischen 18 und 35 Jahre alt sein und gut vertraut mit den sozialen Netzwerken im Internet, wie facebook und twitter. Dort sollen sie die positiven Eigenschaften der Urlauberinseln einbringen. Mit Hilfe des Cyberspace sollen die Kanaren auch im letzten Winkel Europas wahrgenommen werden. Geld gibt’s nicht, aber viel Ehre.

Ich vermute mal, dass Mitglieder des Tagoror-TV Teams ausgeschlossen sind, denn wir können ja hier derzeit wirklich nicht nur die "positiven Eigenschaften" erwähnen. Es liegt einfach zu viel im Argen! Dafür kennen wir uns mit Facebook, BLOGGER, Twitter, Twittermail und bKite gut aus.
Was suchen die?
Echte "Positiv-Einbringer" werden gesucht!
Was müssen das für Menschen sein?
Wären kritische Einbringer nicht auch wünschenswert?
Oder besser nur Leute, die bisher in Playa del Inglés Urlaub machten und vielleicht noch nichts bemerkt haben?
Davon soll es aber nicht mehr so viele geben!
AI-Terror- und Touristen, die über die Vollverköstigung im Ressort berichten?
Virtuelle Marktschreier?
Was ist das eigentlich mit der irgendwie diskriminierenden Altersbeschränkung?
Warum nur Menschen zwischen 18 und 35?
Sind das schon erste Indizien für die zukünftig in erster Linie erstrebte Besucherklientel?
So, "mit Hilfe des Cyberspace sollen die Kanaren auch im letzten Winkel Europas wahrgenommen werden".
Das ist doch schon längst der Fall oder täusche ich mich da.
Ich melde mich, wenn ich angenommen wurde.

Herzlichst

Eure TARA

Dienstag, 29. September 2009

Der Tourismusrat auf Gran Canaria dreht völlig durch!

Nun will man die freie Berichterstattung durch Rundfunk und Fernsehen mit bis zu 300.000 EUR Strafe belegen.
Da müssen wir ja zukünftig auch total vorsichtig sein, wenn wir über Europas schmutzigstes, umweltzerstörerischstes, teuerstes, heruntergekommenestes und deshalb gar nicht zu empfehlendes "Ballermann"-Problemfall-"Prolo"-Urlaubs-Ghetto wahrheitsgemäß berichten.
Mein Güte, die Welt ist echt gefährlich geworden.

Lesen Sie bitte einmal dies:

Der Tourismusrat Gran Canarias hatte in der vergangenen Woche, zusammen mit den betroffenen Gemeindeverwaltungen von San Bartolome de Tirajana und Mogan beschlossen, wegen der “Verunglimpfung von Gran Canaria als Reiseziel” eine Entschädigung von den beiden TV-Sendern Antena 3 und Telecinco zu fordern. Die beiden Sender hätten in ihren Sendungen ‘Arena Mix’ und ‘La Noria’ “unseriös und irreführend, sowie unfair” über die drittgrösste Kanareninsel berichtet, hiess es in der Erklärung des Tourismusrates. Die Tourismusverordnung des ‘Turismo de Canarias’ sieht für derartige ‘Rufschädigungen’ im Artikel 75.7-7/95 mögliche Entschädigungs-Forderungen von bis zu 300.000 Euro vor.


Ja, ist denn Franco wieder auferstanden?
Diese sog. "Tourismusverordnung" muss noch aus den Zeiten stammen, als Widerspruch mit Lebensgefahr verbunden war.
Was soll das "300.000 EUR Begehren" rechtfertigen?
Zwei Sendungen in den Programmen „Arena Mix“ auf Antena 3 und „La Noria“ auf Telecinco hatten Menschen in den Dünen von Maspalomas gezeigt, die sich unterschiedlichsten Sex-Praktiken widmeten, offensichtlich vorzugsweise Homosexuelle. „La Noria“-Moderator Jordi González hatte betont, dass die Aufnahmen nachmittags mit versteckter Kamera gemacht worden seien.

Nun, jeder, der schon mal in den Dünen von Maspalomas war, wird bestätigen, dass es da so zugeht, wie berichtet.
Jeder wird auch bestätigen, dass Playa del Inglés eine Hochburg des Gay Tourismus ist. Ales JUMBO! Warum auch nicht?
Dass man aus den Dünen von Maspalomas jederzeit halbe Wagenladungen Latex in Form von kleinen luftballonähnlichen Gebilden rausholen kann, dürfte auch schon gerichtsbekannt sein.

Ja, man soll aber über das, was an der Costa Canaria normal ist, am besten gar nicht mehr berichten.
Einfach den Stevie Wonder spielen und nicht hingucken.

Gehen sie doch mal in Deutschland in ein Reisebüro und erzählen Sie den netten Mitarbeitern folgendes:

Hallo, früher bin ich immer zum Ballermann nach Mallorca gefahren, aber da darf man heute ja fast nichts mehr. Wo kann ich das erleben, was auf Mallorca inzwischen verpönt ist?
Wie aus der Pistole geschossen werden die Mitarbeiter dann folgendes sagen:
Wir haben da was für Sie!
Gran Canaria, Playa del Inglés und Maspalomas! Der Flug dauert aber länger und viel teurer ist es auch.


Es ist wirklich so, der Unterschichten-Tourismus wird nur noch im Süden Gran Canarias so richtig gefördert.
Folgen Sie einfach mal nach durchzechter Nacht dem leckeren Uringeruch rund um Cita und Jumbo Center im Eldorado für Entartetes, der größten Freilufttoilette ohne Räder rund um das "open-air Sexparadies" zwischen Eisbein, Curry Wurst und English Breakfast.

Alles Realität, aber wer die zeigt, muss möglicherweise 300.000 EUR zahlen.

Lieber Tourismusrat, wir haben da mal eine Frage?
Wer leistet eigentlich den vielen Menschen Schadenersatz, die völlig arglos in dieses verschmutzte, vernachlässigte, unmoderne, veraltete, inzwischen konkurrenzlos schlechte und überteuerte "Urlaubsparadies Marke Tourismusrat" verbannt wurden?

Wenn alle, die dort "abgezockt" wurden und werden, sich bitter böse über dieses Pauschalgefängnis beschwert haben und ganz sicher nicht mehr an den Tatort des Verfalls zurückkehren, Schadenersatz geltend machen würden, dann kann das schnell mal in die Milliarden gehen.

ALSO BITTE VORSICHT!

Man muss auch mal was investieren, wenn die in den 70er Jahren errichteten Herbergen langsam aber sicher verrotten.

Was sagte Paulino Rivero, der "Kanarenchef", zu der ganzen Aufregung!

Ich glaube, dass wir so viele wichtige Dinge haben, auf deren Bewerbung wir uns konzentrieren müssen, dass Angelegenheiten, die nichts mit den essenziellen Vorzügen Gran Canarias zu tun haben, nicht der Rede wert sind.


Das glaube ich auch!
Mit was will man aber im Süden Gran Canarias denn noch werben?
Das kann man einfach nicht mehr bewerben, sondern nur gut verstecken!
Vielleicht können Christo und Jeanne-Claude das hässliche Betonungetüm kunstvoll verpacken, so wie damals den Reichstag, damit man wieder gefahrlos hinsehen kann.
Vielleicht kann man sich auch mal dem Standard des Jahres 2009 anpassen und für die 70er Jahre Architektur die Abrissbirnen bestellen.
Vielleicht kann man eine völlig verfehlte Tourismuskonzeption ad acta legen, mit der man im internationalen Vergleich keinen Blumentopf mehr gewinnen kann.

Gran Canaria ist eine sehr schöne, vielseitige Insel, die es lohnt sie zu besuchen und zu entdecken. Das weiss jeder, der das Inland schon einmal genossen hat.

Leider hat man aber im Süden der Insel den schlimmsten Schandfleck im Atlantik verbrochen und das muss man auch zeigen dürfen, denn die Menschen müssen gewarnt werden, vor der Costa Canaria, vor dem Tourismusrat Gran Canarias und vor der zerstörten Umwelt im Süden der Insel.
Da gibt es nichts Sehenswertes oder Besuchenswertes mehr.
Das ist die Wahrheit und selbst Stevie Wonder würde das sehen!

FAZIT: Es gibt viel abzureissen, zu modernisieren, zu verschönern und zu verstecken.
Packen wir es an und sorgen wir dafür, dass alle wissen, wo man im Jahre 2009 auf keinen Fall Urlaub machen sollte.

So, jetzt müssen wahrscheinlich auch wir 300.000 EUR zahlen, weil wir gegen die "Tourismusverordnung" verstoßen haben.
Ich bin gespannt, wann einer der Strategen des örtlichen Tourismusrates sich meldet. Vielleicht sind sie aber auch derzeit alle mit dem Einsammeln von Latex in ihren Dünen von Maspalomas beschäftigt.

Mann, ist doch so!


Dienstag, 1. September 2009

In der Krise kann auch eine Chance liegen

Experten haben schon seit Jahren vorausgesagt, dass der Canarias-Tourismus noch erhebliche Probleme bekommen wird.
Jetzt ist man in der größten Krise, die es jemals gab.
Ich denke nicht, dass die Tourismuskrise auf den Islas Canarias allein der weltweiten Wirtschaftskrise geschuldet ist.
Viele typische Urlaubsregionen der Islas Canarias, vor allem auf den großen Inseln Gran Canaria und Teneriffa, sind einfach nicht mehr zu empfehlen. Veraltet, verunstaltet, schmutzig, zu teuer und nicht gästefreundlich.
Das hört man besonders aus Regionen wie Puerto de La Cruz, Las Americas, Playa del Inglés, San Agustín, Costa Teguise, Puerto del Carmen, Costa del Silencio, Playa Paraíso, Puerto Rico, Playa del Cura, Los Cristianos etc.
Berichte über Betonwüsten und Schmutz häufen sich.
Leer, gespestisch und wenn man Pech hat, wird man auch noch "abgezockt".
Die Verantwortlichen wissen genau, dass viele "Tourism Areas" mit dem "Charme der 70er und 80er Jahre" europaweit nicht mehr konkurrenzfähig sind.
Mit Sonne und Strand allein wird man auf Dauer nicht mehr ausreichend Gäste mobilisieren, vor allem, wenn die Strände und das Umfeld so aussehen, wie in den o.a. Regionen.

Lamgsam, aber sicher, macht sich ein Umdenken vieler Verantwortlicher bemerkbar. Man hat erkannt, dass man die individuellen Stärken jeder einzelnen Insel gezielt vermarkten muss und man versucht jetzt verstärkt, das Internet zu nutzen. Andererseits erfährt man im Internet glücklicherweise häufig schnell die Wahrheit über Orte, die im Katalog der großen Reiseveranstalter natürlich ganz anders aussehen als in der Realität.
Hinzu kommt, dass immer mehr Urlauber sich ihre Reise selbst zusammenstellen wollen und nicht mehr die "Katze im Sack" Pauschalreise präferieren, vor allem das "junge Publikum" der "Digital Natives" nicht.
Letztlich stellt das Internet heute DIE Möglichkeit dar, sich vorab darüber zu informieren, was einen wirklich im Urlaubsdomizil erwartet. Das ist gut so und gleichzeitig beschleunigt es den "Tod" der Tourismusgebiete, die ihre Gäste vernachlässigen. Man weiss inzwischen, wo man besser nicht hinfährt.

Bei den Cabildos der Inseln hat man inzwischen wohl erkannt, dass man sich selbst besser vermarkten und den neuesten Trends folgen muss, wenn man nicht untergehen will.
Das führt natürlich auch dazu, dass gerade die Inseln untereinander zu Konkurrenten um die Gäste werden, während vor nicht all zu langer Zeit noch die Islas Canarias als Ganzes beworben wurden, was mich immer schon verwundert hat, da die Inseln sich dem Betrachter doch ganz erheblich unterschiedlich darstellen.

Die Provinzen Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas haben ganz Unterschiedliches zu bieten und lassen sich meiner Meinung nach kaum vergleichen, das gilt für die Menschen genauso wie für Flora, Fauna, Landschaften und auch für das Klima.
Die Inseln sind natürlich "Konkurrenten" um die Gäste, andererseits lässt sich aber auch eine intensive Zusammenarbeit bei der Vermarktung von sog. "Insel Hopping Urlauben" vorstellen, am besten innerhalb derselben Provinz.
Mich hat an dem Archipel Islas Canarias immer fasziniert, dass ich innerhalb kürzester Zeit ganz unkompliziert unterschiedliche Inseln besuchen konnte, die landschaftlich viel zu bieten haben und sich erheblich unterscheiden.
Dabei hat es mich auch immer gewundert, warum sich z.B. eine Insel wie Fuerteventura fast ausschließlich als Badeinsel präsentiert, obwohl man auf der Insel ganz ausgezeichnet wandern kann (dazu später mehr).

Unlängst konnte ich in einer Pressemitteilung folgendes lesen:


Teneriffa neuer Kunde von global communication experts

Frankfurt am Main, 21. August 2009

Die Frankfurter PR-Agentur global communication experts übernimmt ab sofort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Turismo de Tenerife, das Fremdenverkehrsamt von Teneriffa. Der Neukunde wird von Geschäftsführerin Dorothea Hohn und ihrem Team betreut.
Ziel der Zusammenarbeit: Die größte Kanareninsel als vielseitigste aller Kanarischen Inseln für Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu positionieren. Im Focus der Kommunikation soll neben dem Thema „Küste und Berge“ vor allen Dingen die Vielseitigkeit der Insel stehen: eine außergewöhnliche Natur und Botanik, das ganzjährig milde Klima, die zahlreichen Outdoor- und Wasser¬sportmöglichkeiten, Themenparks, das ausgefeilte Golfangebot, neue Hotel-, Spa- und Wellnesskonzepte, Kultur und Gastronomie sowie zukunftsweisende Umweltprojekte.

global communication experts Geschäftsführerin Dorothea Hohn über den Neukunden: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Ausschreibung von Teneriffa gewonnen haben: Die Insel ist ganzjährig in vier Stunden Flugzeit zu erreichen und hat unendlich viel zu bieten. Qualitätstourismus und Umweltprojekte sind aktuell große Themen für die Kanareninsel. Darüber hinaus soll neben den klassischen Strandurlaubern auch eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden, die sich für die einzigartige Natur, Wandern & Trekking, Biken, Wassersport und das breite Kulturangebot interessiert. Wir freuen uns sehr, dass wir Teneriffa nun dahingehend mit unserer Arbeit unterstützen können."


Nun, statt der "zukunfstweisenden Umweltprojekte" ist Teneriffa in den letzten zwanzig Jahren aber gerade auch durch eine unglaubliche "Zersiedelung" und die zerstörerische "Betonisierung" vieler Küstenregionen bekannt geworden.
Man kann wirklich nur hoffen, dass man zukünftig anders agieren wird. Leider bleibt an viele Stellen nur das, was César Manrique für Teile Lanzarotes einmal sagte:
WEGSPRENGEN!

Man kann wirklich nur hoffen, dass man die "Neukunden" ab sofort gut berät, damit nicht weiter die Fehler gemacht werden, welche Teneriffa - die größte aller Kanareninseln - an den Rand des touristischen Ruins zu drängen drohen.

Eines wird aber deutlich: Die Inseln kämpfen inzwischen untereinander um die Gäste.
Lassen wir einmal dahingestellt, ob Teneriffa wirklich die "vielseitigste aller Kanarischen Inseln" ist, jedenfalls ist sie derzeit diejenige, die am meisten Gäste verliert.

Der Kampf der Provinzen um die Gäste ist in vollem Gange. Das ist Realität und wenn ich ehrlich bin, dann kann ich nur sagen, dass ich dies begrüße, denn dann werden die sog. "Tourismusverantwortlichen" versuchen, an den Stärken der jeweiligen Insel zu arbeiten und nicht weiter so konfus werben, wie das kürzlich mit Millionenaufwand von der kanarischen Regierung getan wurde.


'sólo hay un lugar donde te gustaría quedar atrapado en el tiempo. Islas Canarias, te las mereces' was so viel bedeutet wie 'Es gibt einen Platz an dem Sie ihre Zeit verbringen und genießen können, wie Sie möchten. Kanarische Inseln - Das haben Sie sich verdient'
Nachzulesen: Frau Martín hat etwas bemerkt


Ich bin schon seit über zwanzig Jahren Beobachter und regelmäßiger Gast aller Inseln des Archipels und werde mich nicht auf die Seite einer Inseln schlagen können, denn sie sind alle mehr oder weniger sehens- und erlebenswert.
BASTA!

Wenn mich jemand fragen würde, welche ich für "die Vielseitigste" halte, dann müsste ich Gran Canaria sagen, allerdings ohne zu verschweigen, dass man von San Agustín bis Puerto Rico etwas in´s Werk gesetzt hat, was man als "augenkrebsverdächtig" bezeichnen muss. Völlig abartig und nicht zur Insel passend. Man kann wirklich nur auf einen erlösenden Tsunami kombiniert mit Vulkanausbrüchen und Erdbeben an der Costa Canaria hoffen, um das alles zu beseitigen.

Ähnlich irrsinnig ging man in bestimmten Regionen der Ostküste Fuerteventuras von Corralejo im Norden bis Morro Jable im Süden vor. Leider, leider, leider, aber die Insel ist fast an der gesamten Westküste und im Inland noch unzerstört und darf sich mit Recht die "Isla de la Luz" nennen. ... wenn da nur nicht so viele grüne Golfplätze in einer trockenen, verkarsteten Landschaft wären, die stören das Bild mächtig!
Hier mal einige Eindrücke vom Meer aus gesehen. Wie kann man sowas in dieses Umfeld bauen?




Was gefällt mir an Fuerteventura eigentlich?

In Fuerteventura fällt einem das Licht ansich auf. Es ist geradezu “unirdisch”! Fuerteventuras Licht wirkt am Morgen samtig, schmeichelnd. Mittags ist es grell und fast aufdringlich. Abends ist es versöhnlich und beruhigend. Die Stille auf dieser Insel bestärkt das Licht noch. Außer den Geräuschen des Windes und des Meeres hört man kaum Vögel oder Insekten.

Genau dies!!

Wenn man berücksichtigt, dass man z.B. auf der Insel La Palma, früher zu Recht mal La Isla Bonita genannt, all die (Beton)Fehler in naher Zukunft dort machen will, dann kann man den Glauben an die Menschheit verlieren (Hier wurde darüber berichtet / siehe auch PTE La Palma). Gerade auf den kleineren Inseln fallen derartige Bausünden natürlich noch mehr in´s Auge. Ausserdem ist diese Insel für den "Massentourismus" der großen Schwesterinseln ohnehin ungeeignet und muss andere Wege finden.

Man höre und staune:
Auf Fuerteventura will man sich jetzt offensichtlich auch um die Klientel der Wanderurlauber kümmern.

Kanarenexpress berichtet: Wandern auf neuen Wegen - Fuerteventura investiert derzeit rund 2,7 Millionen Euro in die Verbesserung seines Wanderwegnetzes. Mit diesem Ausbau soll den typischen Sonnenurlaubern auf Fuerteventura eine touristische Alternative geboten und neue Märkte erschlossen werden. Genau 255 Kilometer umfasst das neue Erkundungsnetz, das Wanderfreunde auf die Insel bringen soll. Insgesamt werden 15 Routen ausgewiesen, wovon 14 Touren weniger als 50 Kilometer lang sind. Die Königsstrecke soll die Nord-Süd-Durchquerung der gesamten Insel werden, die nur von geübten Wanderern zu bewältigen ist. Vizepräsident Guillermo Concepción, der die Arbeiten persönlich inspiziert hat, betonte, dass man keine neuen Wege anlegen werde, sondern traditionelle Pfade nutze. Auch werde man diese nicht verbreitern, sondern auf der natürlichen Breite von einem halben bis anderthalb Metern belassen. Auch in Bezug auf die Arbeitsweise lege man größten Wert auf Umweltverträglichkeit und verwende nur natürliche Materialien. Ein wichtiger Aspekt liege in der guten Kennzeichnung der Touren, sodass sich die Wanderfreunde schnell und problemlos orientieren können, sowie in der Sicherheit der Nutzer. Deshalb werden gefährliche Stellen deutlich gekennzeichnet und durch Stützmauern oder andere Hilfsmittel entschärft.
Hier mal ein Wanderbeispiel aus dem Norden zwischen Lajares und Corralejo:


Da bin ich ja mal auf den sog. "Königsweg" gespannt, der die beiden Königreiche "Maxorata und Jandia" verbindet! Ich bin richtiggehend begeistert, halte ich doch Fuerteventura auch für eine tolle Wanderinsel.
Der Ansatz ist völlig richtig.
Die Zukunft liegt darin, auch auf einer bisher klassischen Badeinsel, die unzweifelhaft Europas beste Strände zu bieten hat, die Vielfalt zu fördern, den Besuchern also "das Land zu öffnen", was auf Fuerteventura sehr interessant sein kann. Ich wandere sehr gerne über und auf dem Gebirgskamm, der die Halbinsel Jandia in einen Ost- und einen Westteil trennt. Selten kann man das Wandern und Baden derart gut kombinieren.
Der Beweis:

Die Bergkette südlich des Istmo de la Pared ist ein gutes Wandergebiet.




Der höchte Punkt liegt bei 807 m! Von La Pared aus kann man bis zum südlichsten Zipfel der Halbinsel Jandía wandern. Von Morro Jable aus geht es über den Pass "Barranco de las Damas" (485 m) z.B. nach Cofete zur Villa Winter. Vom Istmo de la Pared führen Wanderwege zu den Bergkämmen des Südens und auch in die Region um den Gipfel der Montaña Cordón



Was soll man den Tourismusverantwortlichen empfehlen?

Ich habe da mal einige Vorschläge:
1. Das "Inselhopping" innerhalb der Provinzen fördern und die Fährfahrten wie bei Residenten subventionieren, wenn Gäste nachweislich mehr als 12 Tage in der Provinz bleiben.
2. Eine Werbeinitiative für das "junge Publikum" zwischen 16 und 29 Jahren starten und gezielt die KOMBINATION zwischen Sport, Wassersport, Kultur, Wandern & Trekking und BADEN bewerben.
3. Weitere Absprachen mit Low Cost Carriern treffen und notfalls auch Flüge subventionieren.
4. Sich unabhängiger von den Reisemultis machen und eigene Werbeplattformen mit Buchungsmöglichkeiten im Internet schaffen.

JETZT muss gezielt gehandelt werden, damit der Markt der Zukunft gestaltet werden kann!

Montag, 24. August 2009

Die Zukunft des Tourismus auf den Kanarischen Inseln

Angesichts eines sehr schlechten Jahres für das Tourismusgeschäft auf den Kanarischen Inseln fragen sich die Verantwortlichen auf dem Archipel natürlich verstärkt, wie es mit dem Tourismusbusiness weitergehen soll.

Ist der dramatische Rückgang der Gästezahlen nur Folge der weltweiten Wirtschaftskrise oder brechen für Inseln, die sich 3000 - 4500 km entfernt von den Ländern befinden, auf welche die mit Abstand größten Besucherkontingente entfallen, nicht auch aus verschiedenen anderen Gründen schwere Zeiten an.
Kann man Flugtourismus auf die Canarias überhaupt noch verantworten? Welche Auswirkung wird der weltweite Klimawandeln auf den Inseln der Glückseligen haben?
Welche neuen Trends sind bei den Urlaubsgewohnheiten der Besucher aus Deutschland und Großbritannien zu beobachten?
Wird sich der Wechselkurs des britischen Pfund jemals wieder so darstellen, wie das vor 2007 der Fall war oder ist nicht im Gegenteil eine weitere Stärkung des EUROS zu erwarten?
Können die Islas Canarias angesichts der zunehmenden Konkurrenz wirklich noch ein klassisches Ganzjahresziel sein?
Was muss sich an der Touristikstrategie der Islas Canarias grundlegend ändern?

FRAGEN ÜBER FRAGEN!
Um es vorwegzunehmen: Es muss sich sehr, sehr viel verändern, wenn die Islas Canarias als Urlaubsregion für Mittel- und Nordeuropäer noch ein Zukunft haben sollen. Ausserdem dürften durch den Klimawandel und den dadurch verursachten Anstieg des Meerespiegels ganz erhebliche Veränderungen auf den Islas Canarias eintreten.

Ich gebe ja zu, dass ich gar nicht so ganz ungerne sehen würde, wenn Puerto de la Cruz, Maspalomas, Playa del Inglés, Los Cristianos oder Las Américas im Wasser versinken würden.
Mit dieser Art des Tourismus ist langfristig auf den Islas Canarias sowieso kein Geschäft mehr zu machen.
.... und nicht nur dort!!

Schauen wir doch mal, was auf der "Peninsula" zeitgleich läuft:

LEERE LIEGESTÜHLE
Krise – Costa del Sol ohne "Vamos a la playa"

Die spanische Tourismusbranche bekommt die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. Vor allem die Briten, die bisher ein Viertel der Spanien-Urlauber ausmachten, bleiben aus. Viele von ihnen machen dieses Jahr Ferien im eigenen Land oder sind auf billigere Ziele wie Ägypten oder die Türkei ausgewichen. Zusätzlich zur schlechten Wirtschaftslage macht den Briten der Verfall des Pfundes zu schaffen, dessen Kurs bedenklich nah an den des Euro herangerückt ist. Sonnentage in Torremolinos, Benidorm oder auf Ibiza sind für sie damit wesentlich teurer geworden. Die Tourismusflaute trifft die ohnehin schwächelnde spanische Wirtschaft hart, denn elf Prozent aller Arbeitsplätze sind von dem Sektor abhängig. Bereits im vergangenen Jahr musste Spanien seinen zweiten Platz in der Rangliste der meistbereisten Länder der Welt an die Vereinigten Staaten abgeben. Auf Platz eins steht nach Angaben der Welttourismus-Organisation weiterhin Frankreich.
Doch in dieser Konzentration auf Pauschaltourismus über lange Jahre sehen viele eine Schwäche der Branche. Mehr und mehr Touristen stellen ihre Reise selbst zusammen und buchen sie auf eigene Faust im Internet. Die sozialistische Regierung stellte deshalb eine Milliarde Euro für Investitionen in die touristische Infrastruktur bereit. Auch kündigte sie Steuererleichterungen sowie niedrigere Gebühren für Fluggesellschaften und Hotels an. Damit soll sich der Tourismus in Spanien wandeln: Statt des traditionellen Strandurlaubs sollen nun Städte- und Kulturreisen stärker gefördert werden.


Immerhin, es soll sich etwas wandeln, ist zu vernehmen.
Pauschalurlaub, vor allem im Sommer, können die in der Türkei, in Marokko und in Agypten inzwischen auch wirklich viel besser und günstiger. Die haben einfach ganz andere Lohnkosten und deshalb können sie alles viel preiswerter anbieten. Ausserdem verfallen die Urlaubsorte dort nicht wie in Playa del Inglés, Las Américas, Puerto del Carmen, Costa Teguise oder Puerto de la Cruz.
Der Lack ist ab, wie man so schön sagt.
Hinzukommt, dass es dem Touri Marke AI ohnehin egal sein kann, wohin er ausgeflogen wird. Der sieht doch ohnehin fast nur das Hotel und das ginge ja selbst in Nordkorea problemlos, man muss doch nicht immer Kontakt zu den Einheimern haben, das haben wir doch schon in der DomRep gelernt. Ein Strand mit Umzäunung gegen das "unbefugte Betreten" der Einheimer reicht völlig!
Schaut man genau hin, dann stellt man sogar fest, dass in den AI Hotels noch nicht einmal mehr viele Einheimer arbeiten. Nein, die kommen auf den Canarias jedenfalls immer öfter aus sog. Billiglohnregionen.

In der Konzentration auf Pauschaltourismus über lange Jahre liegt die lebensgefährliche Schwäche der spanischen Tourismusbranche.
Inzwischen hat man durch eine ungezügelte Zerstörung ganzer Küstenregionen viele zahlungskräftige Individualtouristen, die 75% - 80% ihres Budgets auf den Inseln lassen, schwer verärgert. Zum Vergleich: Von einem AI Touristen bleiben nur 12% - 18% des Budgets im Gastland!!!!

Wenden wir uns der Umweltproblematik eines Urlaubs auf den Islas Canarias zu:

Wie sieht es bei einem Urlaub auf den Islas Canarias mit dem CO2-Ausstoß pro Person aus?
Betrachten wir mal nur den Flug und gehen wir mal von einem durchschnittlichen Wert von 6 Litern Kerosin auf 100 Flugkilometer pro Person aus. Pro km dürfte dann ca. 0,25 kg CO2 ausgestoßen werden.
CO2 ist in der oberen Troposphäre etwa dreimal so schädlich, weshalb man die Klimarelevanz Ausstoßes durch Flüge mit dem Faktor 3 bewerten muss.
Bei einem Flug von Frankfurt nach Teneriffa (ca. 6400 km auf der kurzen Strecke) ergibt dies eine CO2-Emission von ca. 1.600 kg = Klimarelevanz ca. 4.800 kg. Beim Autofahren wird auf 100 km pro km ca. 0,2kg CO2 emittiert (bei einem Verbrauch von 8 l auf 100 km). Bei einer durchschnittlichen Fahrtleistung von 40 km am Tag (das sind 14.600 km im Jahr) ist der Teneriffaflug ungefähr so klimaschädlich wie 1,3 Jahre täglichen Autofahrens.

Interessant ist auch folgende Rechnung, die nicht nur allein den Flug berücksichtigt:

Ein zweiwöchiger Mallorca-Urlaub ist für das Klima nach Angaben der Umweltstiftung WWF genauso schädlich wie ein Jahr Autofahren.
Pro Person werde dafür jeweils mehr als eine Tonne Kohlendioxid (CO) erzeugt, teilte der World Wide Fund for Nature Deutschland am Donnerstag in Frankfurt mit. Für die WWF-Studie „Der touristische Klima-Fußabdruck 2009“ wurden die CO-Emissionen für typische Urlaubsziele der Deutschen errechnet. Die Wahl des Verkehrsmittels und die Entfernung spielen nach Angaben von WWF- Tourismusexpertin Petra Bollich die größte Rolle. „Leider ist das Reiseverhalten der Deutschen kein Vorbild für andere Länder. Würden alle Menschen wie die Deutschen reisen, würden sich die weltweiten Reiseemissionen vervierfachen.“ Allein 925 Kilogramm CO entstehen nach WWF-Berechnung bei der Mallorcareise mit der An- und Abreise jedes Reisenden. Die Unterkunft schlage mit 148 Kilogramm zu Buche, die Verpflegung mit 91 Kilogramm und die Aktivitäten vor Ort noch einmal mit 58 Kilogramm. Ein Ostseeurlaub verursache nur 258 Kilogramm CO2 pro Person, da An- und Abreise deutlich weniger Emissionen mit sich brächten. Wer den Urlaub zu Hause verbringe, tue dies fast CO-neutral. Die urlaubsbedingten Emissionen erreichen für jeden Daheimgebliebenen gerade einmal 58 Kilogramm CO.
Die Bereitschaft zum umweltbewussten Reisen wachse, konstatiert der WWF. In einer repräsentativen Umfrage hätten 43 Prozent der Befragten geäußert, sie wollten als Beitrag zur Reduzierung der CO- Emissionen künftig ein Urlaubsziel in der Nähe wählen oder hätten dies bereits getan. Jeder fünfte Befragte wolle künftig nur noch Reisen buchen, die Umweltstandards berücksichtigen. „Diesem Wunsch muss die Tourismusbranche nachkommen“, sagte Bollich.


Das muss man sicher auch auf den Islas Canarias umsetzen, sonst wird es aus diesen Gründen noch schwerer, das eigene Tourismusgeschäft zu betreiben.

Übrigens: Der internationale Flugverkehr fällt nicht unter das Kyoto-Klimaschutzprotokoll!
Die "Verschmutzungsrechte" aus dem Luftverkehr sind praktisch gratis, also all inclusive. Diese "Rechte" können nämlich ohne Anrechnung auf die im Kyoto-Protokoll vereinbarten nationalen Emissionskontingente in Anspruch genommen werden.
Laut Kyoto-Protokoll ist die International Civil Aviation Organisation (ICAO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, für die Limitierung des Ausstoßes an Treibhausgasen aus dem Flugverkehr zuständig. Diese spricht sich aber sowohl gegen eine Besteuerung des weltweit steuerbefreiten Flugtreibstoffes, als auch gegen neue Standards für Kohlendioxidemissionen aus.

Halten wir uns vor Augen:

Die Islas Canarias sind nicht nur ein von der Mehrheit seiner Gäste weit entferntes, CO2 Austoß intensives, Ziel im Atlantik, sondern der überwiegende Teil der ca. 9 - 10nMillionen Touristen verursachen als Puaschaltouristen auch noch erheblichen weiteren CO2 Ausstoß über (AI) Unterkunft, (AI) Verpflegung und sonstige Aktivitäten.

Kann sowas überhaupt noch Zukunft haben?

Übrigens: Einhundert gespendete Bäume binden im Jahr in den Tropen 15.000 kg CO2 – wenn Sie ausgewachsen sind.
Da könnte man schon über ein Zwangsspende für jeden Fluggast nachdenken!!
Vielleicht auch darüber, ob die Automnome Region Islas Canarias zukünftig nicht sogar freiwillig derartige Spenden machen sollte, um als Tourismusziel überhaupt noch in Frage zu kommen und zu zeigen, dass man dieses Problem ernst nimmt.

Eigentlich wäre es ja viel besser, wenn die Menschen in Nordafrika die überwiegende Klientel für Tourismus auf den Islas Canarias sein würden und nicht die weit entfernt wohnenden Deutschen oder Briten. Die Menschen in Nordafrika haben aber selbst genug Strand bzw.Sonne und sind schon froh, wenn sie nicht unter ihrer Sonne verhungern oder verdursten müssen.

Die Islas Canarias haben nur eine Chance, wenn es bald gelingt, eine Umkehr vom Weg des bisherigen Touristikkonzeptes einzuleiten und dort einen NACHHALTIGEN Tourismus zu etablieren.

Was ist nachhaltiger Tourimus?


Das Leitbild für einen nachhaltigen Tourismus muss sich an seinen langfristig umweltgerechten, wirtschaftlich tragfähigen und sozialverträglichen Auswirkungen orientieren.

Im Kern ist nachhaltiger Tourismus langfristig umweltgerecht, wenn

a) Die natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, Atmosphäre sowie die biologische Vielfalt nicht vermeidbar beeinträchtigt oder nicht dauerhaft geschädigt werden.
b) Die am Tourismus beteiligten Unternehmen Maßnahmen zu Erhaltung und Schutz der natürlichen Umwelt aktiv fördern.
c) Zur Anreise und Mobilität vor Ort umweltfreundliche Verkehrsmittel gewählt oder deren Nutzung gefördert werden.
e) Touristische Einrichtungen wie Hotels, Restaurants und Freizeitanlagen Ressourcen schonende Techniken nutzen und entsprechendes Verhalten fördern.

Nachhaltiger Tourismus ist wirtschaftlich tragfähig, wenn

1. Die Einnahmen aus dem Tourismus zum Einkommen der lokalen Bevölkerung beitragen und die Entwicklungschancen der Region sichern.
2. Der Profit nicht nur den großen Reiseveranstaltern in den Herkunftsländern, sondern auch der Region und der lokalen Bevölkerung zu Gute kommt.
3. Die im Tourismus Beschäftigten angemessen entlohnt werden.
4. Sichere Arbeitsplätze und humane Arbeitsbedingungen für die lokale Bevölkerung geschaffen werden, die deren Lebensqualität verbessern.
5. Eine einseitige wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus vermieden wird und damit die Auswirkungen eines möglichen Rückgangs der Besucherzahlen in der Zukunft abgeschwächt werden.


Nachhaltiger Tourismus ist sozial verträglich, wenn

aa) Die vor Ort lebende Bevölkerung an einer transparenten Planung und Ausführung des Tourismus beteiligt wird.
bb) Die kulturelle Werte und Geflogenheiten des Gastlandes respektiert werden.
cc) Die Belastungen für die einheimische Bevölkerung gering gehalten und ihre Bedürfnisse sowie ihr Recht auf Selbstbestimmung berücksichtigt werden.
dd) Die im Tourismus Beschäftigten gerecht entlohnt und nicht ausgebeutet werden.
ee) Eine angemessene Arbeitsschutz- und Sozialgesetzgebung Anwendung findet.

Diese Eckpunkte für einen nachhaltigen Tourismus richten sich sowohl an die Planer, die Investoren, Betreiber, Mitarbeiter und Anbieter als auch an die Nutzer – die Urlauber.
Obwohl sie prinzipiell umweltbewusst sind, möchten sich viele Erholungssuchende im Urlaub nicht mit Negativthemen befassen.

Dennoch lassen sich Urlauber kaum mit Verzichtsappellen für ein umwelt- und sozialverträgliches Reisen gewinnen.
Die Angebote der Reiseveranstalter und Hotels müssen so gestaltet sein, dass sich der Urlauber ohne Einschränkungen im Sinne einer nachhaltigen Form des Tourismus verhalten kann.


Jeder mag die derzeitigen Verhältnisse auf den Islas Canarias selbst beurteilen und durchdeklinieren, inwieweit das o.a. Leitbild eines nachhaltigen Tourismus bisher auf den Inseln verwirklicht wurde.

Das ist der springende Punkt, die Kardinalsfrage?

Ich behaupte:
Fast alle Angebote der Reiseveranstalter für die Islas Canarias haben mit dem Leitbild eines nachhaltigen Tourismus rein gar nichts zu tun.
Die Inseln sind völlig abhängig und erpressbar geworden. In den Überlegungen der international agierenden Reisemultis spielt das o.a. Leitbild eines nachhaltigen Tourismus derzeit offenbar gar keine Rolle.
Wenn sie merken, das ist derzeit schon der Fall, dass mit dem Reiseziel Islas Canarias immer weniger Profit zu machen ist, werden sie die Region eiskalt fallen lassen und andere Ziele ausbauen.
Das hat man auf den Canarias bisher nicht zur Kenntnis nehmen wollen und jetzt ist es bereits 5 vor 12!!

Betrachten wir einmal folgendes:

Auch die Unterkunft, die Verpfle­gung und die Aktivitäten vor Ort beeinflussen den klimatischen Fuß­abdruck. So verursacht bei­spielsweise der Flug mit fast 6,5 Tonnen CO2 den Löwen­anteil der Treibhausgase der Mexiko-Modellreise. Aber selbst die Unterbringung in einem Fünf-Sterne-Hotel bei dieser Reise hat mit fast einer halben Tonne CO2 pro Person eine schlechtere Klimabilanz als der komplette zehntägige Gesundheitsurlaub im Allgäu, da diese einen viel höheren Engergieverbrauch aufweisen, was beispielsweise auf mehr Beleuchtung, den Betrieb von Klimaanlagen oder größerem Energieaufwand in den Res­taurants liegt. „Die Menschen müssen ihr Reiseverhalten bewuss­ter gestalten. Dies heißt kon­kret: Weniger und vor allem bei Fernreisen längerer Auf­enthalte auf Umweltsiegel achten und die nicht ver­meidbaren Emissionen kom­pensieren“, so Birgit Weerts. Jeder Urlauber sei für seinen Klimafußabdruck verantwort­lich. Denn er wähle Reiseziel, Verkehrsmittel, die Unterkunft und die Freizeitaktivitäten. Wer sein Gewissen nach (oder auch schon vor) einer Flug­reise erleichtern und gleich­zeitig etwas für eine positivere CO2-Bilanz tun möchte, kann auf der Webseite www.atmos­fair.de eine freiwillige Gebühr für die verursachten Gase zahlen. Bei einem Flug von Deutschland nach Teneriffa (oder umgekehrt) wären – je nach Abflughafen – zwischen 42 und 48 Euro fällig. Mit der Spende werden dann Klima­schutzprojekte in Entwick­lungsländern unterstützt.


Und was wollen die Planer auf der "La Isla Bonita" La Palma laut Tourismus PTE machen?
Alle Fehler gleichzeitig, obwohl man gerade auf dieser Inseln noch die Chance hätte, sich für die Zukunft zu positioniern.
Lectora.Lapalma hat dies im Beitrag vom 19. August 2009 detailiert beleuchtet.

Zum Abschluss hier eine Meldung, die belegt, dass es auf den Inseln auch um SELBSTSCHUTZ gehen muss.

Kanaren stark vom Klimawandel betroffen
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind die Kanarischen Inseln spanienweit eines der Gebiete, die am meisten unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden werden. Wenn die düs­teren Prognosen eintreffen, wird der steigende Meeresspiegel vor allem den Norden der Inseln betreffen. „Der Meeresspiegel könnte infolge des Klimawandels bis zu 35 cm steigen.

Das könnte dazu führen, dass 40% der Strände gänzlich verschwinden”, erklärt die Greenpeace-Küstenbeauftragte María José Caballero dazu. Wissenschaftler warnen schon seit längerem, dass spätestens 2050 sämtliche Infrastrukturen, die sich heute in Küstennähe befinden, genauestens unter Beobachtung gehalten und möglicherweise baulich verändert werden müssen. Gemeint sind hauptsächlich Molen, Wellenbrecher und Häfen, die erhöht werden müssten.
Meerespromenaden und Gebäude in erster Küstenlinie sind ebenfalls stark gefährdet. „Jetzt muss gehandelt werden, sonst ist es zu spät”, warnt Caballero und betont die Notwendigkeit, möglichst schnell die Abhängigkeit von brennbaren Treibstoffen zugunsten alternativer Energien abzubauen.
Die kanarische Regierung hat sich im Rahmen der „Strategie zum Kampf gegen den Klimawandel” vorgenommen, die CO2-Emissionen bereits 2010 um 16,8% zu senken und 2035 um 35,5%. Das soll unter anderem durch die Einführung steuerlicher Vergüns­tigungen für Unternehmen erreicht werden, die am wenigs­ten verschmutzen. Gleichzeitig sollen Sensibilisierungskampagnen dafür sorgen, dass die Einwohner nachhaltigere Lebensgewohnheiten annehmen.



FAZIT:

Nehmt nachhaltigere Lebensgewohnheiten an!
Gebt die Schandflecken an den Küsten besser auf, sie werden bald unter Wasser stehen.
Und wo haben die Ureinwohner eigentlich am liebsten gewohnt?
Genau, in den höheren Gefilden des Inlandes.

Was sagte ein alter Palmero, der mir in Puerto de Tazacorte begegnete und den Badenden zusah:

Junger Freund, das Meer ist für die Fische da, ich schau es nur aus sicherer Entfernung an!

Mittwoch, 19. August 2009

Realität auf den Islas Canarias - Gefahren für UNESCO Biosphärenreservate

Die Inseln El Hierro, La Palma und Lanzarote werben u.a. damit, UNESCO-Biosphärenreservate zu sein.

UNESCO-Biosphärenreservate sind international repräsentative Modellregionen. In ihnen wird nachhaltige Entwicklung verwirklicht. Damit werben die UNESCO-Biosphärenreservate für den Ausgleich der häufig konkurrierenden Interessen von Nutzung und Bewahrung, Umweltschutz und Wirtschaft, für ein Zusammenleben von Mensch und Natur.

Die UNESCO-Mitgliedstaaten können Gebiete als Biosphärenreservate vorschlagen, die dem Schutz und dem Erhalt von Lebensräumen dienen. Die ausgezeichneten Gebiete müssen einerseits für bestimmte Landschaftstypen charakteristisch sein und andererseits modellhaft nachhaltige Entwicklung umsetzen.

Als Modellregionen sind sie Freiluftlabore, um innovative Methoden zu testen und vorzustellen, wie Natur und menschliche Nutzung durch optimales Management in Einklang gebracht werden können.
Modellprojekte für nachhaltige Entwicklung umfassen alle Aspekte der Bewahrung des ökologischen Reichtums, der Förderung eines funktionsfähigen gesellschaftlichen Zusammenlebens und der wirtschaftlichen Nutzung durch die Bevölkerung.

Soweit zur Theorie, aber wie sieht es in der Praxis der beiden Inseln La Palma und Lanzarote aus?
Um es vorwegzunehmen, normalerweise müsste die UNESCO diesen Inseln den Status als Biosphärenreservat schnellstens aberkennen, denn von einer sog. nachhaltigen Entwicklung ist man dort in der Praxis weit entfernt. Viele behaupten sogar, man sei nachhaltig dabei, die Inseln unüberlegt schwer zu beeinträchtigen.
Letzteres ist leider die traurige Wahrheit.

In einigen Regionen dieser Inseln haben korrupte Amtswalter in bewährter Zusammenarbeit mit spanienweit bekannten Lobbyisten der Bauindustrie bereits "Freiluftlabore für architektonische Krebsgeschwüre" im Weltbiosphärenreservat geschaffen, die den Charakter ganzer Landstriche nachhaltig beeinträchtigen.
In bestimmten Gebieten dieser Inseln, meist dort, wo Touristen inzwischen kaum noch logieren möchten, stellt sich dann meist auch eine sog. "Ruinisierung" ein. So verkommen in den älteren Ferienzentren Lanzarotes viele Bauten inzwischen zu "architektonischen Kadavern".
Dabei wollte der in Arrecife gebohrene Künstler César Manrique das Naturparadies Lanzarote gerade vor den Auswüchsen der Spekulation und des Massentourismus schützen, die schon den Süden Gran Canarias und Teneriffas völlig enstellten. Der drohende Touristenansturm auf Lanzarote sollte in umweltverträgliche Bahnen gelenkt werden, um die Identität der Insel zu wahren.
Er schlug eine "Transformation in eine Ideallandschaft" vor, in der Natur und architektonische Kunstfertigkeit miteinander harmonieren sollten. Gerade dem naturschützerischen Engagement des Künstlers war es zu verdanken, dass Lanzarote 1994 - Manrique verstarb bei einem Unfall in Haria 1992 - zum UNESCO-Biosphärenreservat ernannt wurde, was aber die bauliche Verunstaltung des Südostens der Insel nicht verhinderte. Hier eine Oberansicht des Wahnsinns

Ein "urbanistisches Krebsgeschwür" überwuchert heute einen acht Kilometer langen Küstenstreifen mit traumhafter Sicht auf die Vulkangebirge von Lobos und Fuerteventura. Die Katastrophe reicht inzwischen bis zu den geschützten Papagayo-Stränden. Das einst fast alleine stehende Castillo de las Coloradas ist inzwischen vom Hotel Gran Meliá Volcán "umbaut". Im Eiltempo wurden Bungalowanlagen und Nobelherbergen mit mittlerweile 20 000 Betten in die Landschaft "erbrochen"

Den Betonbunker "Papagayo Arena"
will das spanische Umweltministerium gar abreissen lassen, um ein Zeichen gegen die fortschreitende Verschandelung des Biosphärenreservats zu setzen.



Hintergrund:

Ein Drittel der Luxushotels auf der spanischen Ferieninsel Lanzarote sind "El País" zufolge illegal. Das oberste Gericht der Kanarischen Inseln habe seit dem vorigen Sommer insgesamt 22 Baugenehmigungen für Hotelanlagen kassiert, berichtete die Madrider Tageszeitung heute. Dazu gehörten die Genehmigungen für acht der insgesamt 25 Vier-Sterne-Hotels auf der Kanaren-Insel.
Beim Bau der Anlagen sei gegen einen auf Lanzarote geltenden Baustopp verstoßen worden. Die Verwaltungsbehörden hatten im Jahr 2000 entschieden, zum Schutz der Umwelt die touristische Entwicklung auf Lanzarote einzuschränken und Qualitätstourismus zu fördern. Die Genehmigungen wurden laut "El Pais" vor allem von den zwei Kommunen Yaiza und Teguise auf der Vulkaninsel erteilt, die damit gegen das Moratorium verstießen. Die Justiz ermittele, ob sich Verantwortliche der Gemeinden bei der Vergabe von Baugenehmigungen hätten bestechen lassen. Das Investitionsvolumen der 22 illegal genehmigten Gebäude beläuft sich dem Bericht zufolge auf 270 Millionen Euro, insgesamt handelte es sich um mehrere tausend Betten. Sollte die Inselverwaltung die Vollstreckung des Gerichtsurteils fordern, müssten die Anlagen zerstört werden. Gegen zahlreiche weitere Hotels seien Gerichtsverfahren anhängig, schrieb die Zeitung. Davon seien insgesamt 23 Prozent der Unterkünfte auf Lanzarote betroffen.

Dazu gehören so beliebte und luxuriöse Häuser wie das Hotel Meliá Volcan, das Iberostar Papagayo, das Natura Palace und das Hotel Princesa Yaiza. Die Justiz hat bislang 7.721 touristische Betten anulliert, weitere Verfahren stehen noch aus, bis 15.000 Hotelbetten könnten für illegal erklärt werden.

So läuft das im UNESCO Biospärenreservat. Da kann einfach das realisiert werden, was die "Baumafia" sich in Zusammenarbeit mit den örtlichen "Verwaltungshelfern" in den Kopf gesetzt hat.
Und niemand tut etwas, auch die UNESCO nicht.


Pikanterweise wird aber jetzt darüber diskutiert, ob man denn solche Illegalbauten überhaupt abreissen könne, weil man dadurch ja Millioneninvestitionen zerstöre.
Verkehrte Welt, kann man da nur sagen. Das kommt einer Einladung an alle "Illegalbauer" gleich, doch erst einmal fleissig das in´s Werk zu setzen, was später aus "übergeordneten Erwägungen" ohnehin nicht mehr abgerissen werden dürfte.
Auf Lanzarote, insbesondere in Playa Blanca, Costa Teguise und Puerto del Carmen, ist vermutlich auch wirklich nichts mehr zu retten.


Da hilft nur noch das, was ein völlig enttäuschter Manrique empfahl, als der Konzern Rio Tinto, - Manrique war mal künstlerischer Berater des Konzerns- der die gut zehn Quadratkilometer große Küstenzone von Teguise touristisch erschliessen sollte, der später aber das Land wegen finanzieller Schwierigkeiten der Landspekulation auslieferte, was dazu führte, dass statt der ursprünglich geplanten Feriendörfer zahllose anonyme Apartmentanlagen und Hotelkästen enstanden:
"In die Luft sprengen."

Jetzt haben sich die "Täter" das nächste UNESCO Biosphärenreservat des kanarischen Archipels vorgenommen, auf dem es nach ihrer Ansicht offenbar noch viel "in´s Werk zu setzen" gibt: LA PALMA


In Zusammenarbeit mit den örtlichen "Verwaltungshelfern" ist dabei ein sog. Tourismusplan entstanden, der das Biosphärenreservat im wahrsten Sinne des Wortes "ummodelieren" dürfte.

Schon bei der völlig ausser Kontrolle geratenen "Platanisierung" der Insel, die mit einer "christoartigen Verpackung" ganzer Landstriche einherging, hätte man mäßigend eingreifen müssen, aber jetzt droht wirklich der Untergang von "TIFKALIB" (The Island Formerly Known As "La Isla Bonita").


Dieser Tourismusplan, der von den "Freunden" der Regierungskommission COTMAC, die oberste Instanz auf dem Archipel in Sachen Bau- und Urbanisationsgenehmigungen, - da arbeiten vermutlich vorwiegend sog. "Doppelverdiener" = ein Staatsgehalt und eines von den Investoren - natürlich voll abgesegnet wurde, ist ein Machwerk des Wahnsinns.


5 (in Worten: fünf) Golfplätze und 20.000 neue Hotelbetten, die derzeitige Auslastungsquote der vorhandenen Hotels beträgt übrigens unter 40%. Was das für die Insel bedeuten könnte, sieht man an den bisherigen Architekturversuchen in La Palmas "Tourismushochburgen" Puerto Naos und Los Cancajos, von Palmeros auch "Elefantenfriedhöfe" genannt.

Ein ganz besonderer Vorgeschmack auf das, was da an Küsten noch zu erwarten ist, dürften die beiden Hotels La Palma Princess und Teneguia Princess sein, die damals übrigens auch unter Verstoß gegen ein Moratorium für Tourismusbauten errichtet wurden. Man hat später ein wenig an der Bettenzahl korrigiert und so können die Hotels heute betrieben werden. Italienische Investoren haben sich dort verewigt.
Mitten in einer Landwirtschaftszone hat man zwei Hotels mit einer rekordverdächtigen Anzahl von Pools errichtet, weil man in Hotelnähe keine natürlichen Strände vorfindet.
Von der Lage her kann man die Hotels als einsam stehend bezeichnen. Weit und breit nur Bananenplantagen auf jungen Vulkanböden. In vielen Monaten ist man als Hotelgast dort auch fast allein. Manchmal halten sich im Hotel mehr Bedienstete als Gäste auf! Es gibt wirklich schlimmere Bausünden auf den Islas Canarias, das stimmt wohl, aber Sinn machen die beiden Hotels dort nun wirklich nicht.
Egal, es geht ja auch nicht um Sinnhaftigkeit, sondern darum, etwas zu errichten, was man vermutlich woanders, da wo besser aufgepasst wird, niemals in die Tat umsetzen könnte.
Islas Canarias halt! Mit dem grandiosen Touristikmodell La Palmas hat sich inzwischen auch Greenpeace beschäftigt. Das ist wirklich keine Werbung für die "Isla Bonita", was man von den Umweltschützern liest.
Hoffentlich sehen auch die Verantwortlichen der UNESCO langsam Handlungsbedarf, sonst wird die "Modellregion, das Freiluftlabor La Palma", bald irreversibel verändert.


Greenpeace kritisiert Touristikmodell von La Palma


Die Organisation Greenpeace nahm eine Bewertung der Eigenschaften und Einrichtungen von La Palma für einen nachhaltigen Tourismus vor und kam zu einem negativen Ergebnis. Das insulare Touristikmodell sei unhaltbar und insbesondere die Projekte seien hinsichtlich der Erstellung von Golfplätzen auf der Insel bezüglich eines ökologisch sinnvollen Tourismus unzumutbar, wird von den Uweltschützern bemängelt. Die Naturschützer kritisieren, dass das praktizierte Touristikmodell der Deklarierung La Palmas als Weltbiosphärenreservat in jeder Hinsicht widerspreche und dass es an einem Ort, an dem die Konstruktion und Ausweitung der Infrastruktur rund um das Transportwesen (Ausbau des Flughafens und die neue inseldurchquerende Schnellstraße) und die Häfen (Ausbau des Hafens von Tazacorte) solche Ausmaße angenommen habe, dass keine Nachhaltigkeit mehr feststellbar sei.

Greenpeace bedauert, dass diese Maßnahmen auf einer Insel ergriffen würden, die eine klare Planung für einen nachhaltigen Tourismus haben sollte. La Palma sollte sich dabei von den anderen Inseln auf dem kanarischen Archipel klar abheben.


Auf La Palma hat man halt keinen PLAN, das war dort schon immer so!
Nur die "Bananenentsorgung" hat man dank eines wirklich bestechend wirksamen Plans voll im Griff.

Allein von Juni bis Mitte Juli seien auf den Kanaren 8.430.000 Kilogramm der süßen Frucht auf gigantischen Müllbergen gelandet. Etwa die Hälfte davon wurde auf La Palma produziert. Die traurige Realität sieht so aus, dass die Ernte klassifiziert und verpackt wird, aber dann statt zum Hafen zum Abtransport in einen Container wandert. Hunderte Container fahren zu den Entsorgungsstellen.

Man kann nur hoffen, dass die EU diesen Wahnsinn irgendwann beendet!

Es gibt in der Nähe La Palmas schon ein Beispiel dafür, wie man in einem UNESCO Biosphärenreservat einen nachhaltigen Tourismus entwickeln kann: EL HIERRO

Bereits Ende 2009 wird die Insel die erste große bewohnte Insel der Welt sein, die ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen bezieht. Auch beim öffentlichen Transport fährt die Inselregierung auf der ökologischen Schiene und stattete die Busse mit Hydrogen als Treibstoff aus.
Ein Meeresschutzgebiet (Reserva Marina), eines der ersten auf den Kanaren, wurde mit sehr großem Erfolg ausgewiesen. Durch das Fischfangverbot hat an der Punta de La Restinga der Fischreichtum unheimlich zugenommen. Das kurbelt nicht nur den wichtigen Tauchtourismus an, sondern gibt auch dem Beruf des Fischers wieder bessere Zukunftschancen.

Der Weg, den El Hierro geht, ist vorbildlich. Alles ist aufeinander gut abgestimmt.
Man setzt auf regenerative Energien und Qualitätstourismus, der sich der Insel anpasst.
So sollte man auf La Palma auch agieren.

Das Urlaubergeschäft auf der kleinen Insel wird streng limitiert, lt. neuen Richtlinien werden die Obergrenzen für das Unterkunftsangebot auf 1 Gästebett pro 3 Einwohner beschränkt.

Die Inselregierung hat im Tourismusplan festgelegt, dass nur in einigen wenigen Küstengebieten neue Hotels gebaut werden dürfen, wobei man sagen muss, dass es bisher fast keine in Küstennähe gibt.
Insgesamt soll es nicht mehr als 2.000 neue Betten geben und die Hotels müssen vier oder fünf Sterne haben.

Nach dem Tourismusplan der Insel La Palma sollen aber bis zu 25.000 NEUE Gästebetten in 13 NEUEN Touristenzentren und weiteren Sonderprojekten entstehen.

Was man mit fünf Golfplätzen machen will, erschließt sich nun wirklich keinem Menschen. Wer golfen will, kann das auf den Islas Canarias schon in zahlreichen Anlagen auf anderen Inseln tun und diese Inseln sind i.d.R. dauerhaft auch noch erheblich besser zu erreichen als La Palma, ausserdem bieten sie das für typische Golftouristen notwendige Luxusumfeld in einem viel größeren Ausmaß als dies auf La Palma je möglich wäre.

FAZIT:
Die UNESCO kann nicht weiter tatenlos dulden, dass Biosphärenreservate wie die Inseln La Palma und Lanzarote unter Mitwirkung örtlicher Verwaltungen vorsätzlich "vergewaltigt" werden.
Das Schlimme ist, dass diese Inseln auch noch mit dem Status Biosphärenreservat werben, obwohl dort die sich aus diesem Status ergebenden Verpflichtungen in keiner Weise eingehalten werden.

Notfalls muss die UNESCO diese Ernennungen wegen erwiesener, dauerhafter und gravierender Verstöße gegen die Richtlinien, welche eine Ernennung zum UNESCO Biosphärenreservat überhaupt erst rechtfertigen, zurücknehmen.