Sonntag, 11. Oktober 2009

"El Mentidero" - Das Forum für "Pogrome"

Hier ist ja häufig von einem La Palma Forum die Rede. Es gibt aber mindestens zwei, die sich auch mit La Palma beschäftigen.
Einmal das von "Kaeptnboeff", in dem auch "Doña Demencia" JUANITA ihr Unwesen treibt -ihre aktuellsten Statements riechen verdächtig nach Endstadium- und das "El Mentidero", das nach eigenen Angaben aber nur von 50 - 70 Usern pro Tag besucht wird.
Immerhin, könnte man sagen!
Vielleicht aber auch, dass diese Zahlen kein Wunder sind, denn das, was sich da unlängst ereignete, kann man schon als "pogromartig" bezeichnen.

Was war passiert?
Die "Jünger der Weight Watchers", Bramburger, Vito, Gofio und Campero, letzterer kam auch mal wieder aus dem Quark, präsentierten von der Muppet-Show-Tribüne aus mal wieder "Pogrom für alle", was man ja so liebt, wenn man mal wieder das Erscheinen des "Messias" VILAFLOR vermutet.

Ganz harmlos hatte eine Userin namens barbara45 einfach folgendes gefragt:

Hallo Zusammen,
bin neu im Forum, aber war schon einige Male zum wandern auf La Palma.
Ende Dezember 2009 werde ich wieder dort sein und in Todoque wohnen.
Kennt ihr eine einigermassen gute Joggingstrecke in der Naehe oder meint ihr ich kann die Joggingschuhe zu Hause lassen?


Ein User namens SUOMI antwortete darauf:

Unbedingt die Laufschuhe mitnehmen.
Man kann prima von Todoque in Richtung Las Manchas laufen.
Ich laufe von dort gerne in Richtung Tazacorte oder in Richtung Puerto Naos und dann weiter nach El Remo oder zur Playa Nueva und zurück.
Auf letzteren Strecken kommen Dir immer auch Jogger entgegen.
Spass macht das auch nachts mit Kopflampe/Head-Light.



Eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber offenbar nutzte der User eine falsche Signatur, nämlich einen Hinweis auf dieses Blog hier.
Ja, man überlege sich das.
Nachdem ich dem User mal eine PM sandte, weiss ich inzwischen, um wen es sich handelt.
Jedenfalls ist es nicht "VILAFLOR", den jeder in den Canarias Foren kennt.

Gofio, Vito, Campero und Bramburger, das "Quartett der Sportlichkeit" für alle Übergewichtigen.

Mit Jogging haben die wirklich nichts am Hut, wie man ihnen unschwer ansehen kann.
Ich werde niemals vergessen, wie mir BRAM am Frühstückstisch in Ödis Musicasa offenbarte, dass er "Knieprobleme im Barranco Fagundo" bekommen habe.
"Nimm mal ab", habe ich mir in Gedanken gesagt und immer verständnisvoll genickt.
Der Ärmste!
Jedenfalls hatte das "Quartett der Sportlichkeit" was gegen SUOMIS Infos und sie schlugen mal so richtig rein.

Lesen Sie doch bitte mal ab HIER!

... und dann hat sich auch noch jemand gewagt, SUOMI zur Seite zu treten.
Ein User namens jonnyguitar, der dann natürlich auch gleich zum VILAFLOR gemacht wurde
Ja, das war die Kombination aus "Klonophobie und Pogrom".

Danke übrigens, dass sich "jonnyguitar" unter pressestelle(at)la-isla-bonita meldete und uns auf den Thread hinwies.
.. wenn die wüssten, wer er/sie wirklich ist, würden einige vermutlich die Luft anhalten.

Aber bitte nicht zu lange, das könnte gefährlich werden, denn die Jungs atmen auch im normalen Leben schnell sehr schwer und sind alles andere als sportlich.

Campero joggt aber viel, jedenfalls in "San Martin" zwischen den Kühlregalen, immer auf der Suche nach einer Lücke in der Kühlkette und natürlich nach Magerquark.
"Gute Preise, gute Besserung" hat bei ihm leider noch nicht wirklich geholfen!

Das beim San Martin ist aber wirklich die einzige joggende Bewegung, die dieser "Schwergewichtler" noch machen kann.

Einer mit starken motorischen Problemen ist jedenfalls "Gofio", dessen Körper ein Mahnmal dafür ist, was zuviel "Kraftnahrung" Gofio ohne ausreichende Bewegung verursachen kann.

Soumi und Johnny Guitar sind leider eine Person die hier immer für Unruhe und Verwirrung sorgt.


Mann, Gofio, schreib den Nick wenigstens richtig!
Und jetzt kommt´s:

Die von ihm beschriebenen Strecken gibt es, sie sind aber zum joggen keinesfalls zu empfehlen , da äußerst geröllig und extrem uneben und ständig steigend oder fallend je nach Richtung, mit dem Auto nur mit einem Geländewagen zu befahren. Schon bei Helligkeit extrem gefährlich sich das Fussgelenk zu brechen, ganz zu schweigen davon so etwas mit der Kopflampe zu machen. Normales Gehen ist dort bei Nacht schon schwer genug, was ich ab und zu mache und daher weiss wovon ich rede.


Ja, bei dessen Motorik ist wirklich jede Art laufender, menschlicher Fortbewegung gefährlich und wenn der mal zwischen Todoque und Las Manchas zu Fall kommen sollte, dann haben wir wieder einen Krater im Laufweg.

Dem fällt normales Gehen schon schwer, aber solche Leute halten sich dennoch für prädestiniert, Joggern Strecken-Tipps zu geben.
Meine Herren!

Alles, was SUOMI mitteilte, ist zutreffend. Das weiss jeder, der in Todoque schon mal Urlaub machte und gerne mal ein wenig joggt.
Wir wissen nicht, wie oft sich "Gofio" aufgrund seiner Motorik schon das Fußgelenk gebrochen hat, aber wir wissen sicher, dass der ohne Konsultation seiner Krankenkasse wirklich nicht joggen sollte. Fahrt ihn bitte besser mit dem Geländewagen durch die Gegend, dann passiert vielleicht auch nichts!

Aber "Gehirnjogging" könnte vielleicht gehen, möglicherweise kann man dem "Quartett der Sportlichkeit" im "El Mentidero" noch eine SUDOKU Ecke einrichten.

Schönes JOGGEN wünscht

Rico Ricotta


.... und "Quark Campero" soll schön die Quarkpreise beobachten und sofort runterfliegen und zuschlagen, wenn sich an der "San Martin Magerquark-Börse" die Preise nach unten bewegen!

Zum Schluss noch der TIPP des Tages von unserem DOC:


So, und nun mal ganz im Ernst, Campero:

Wenn ein in Deutschland lebender
(wieso lebst Du da, wenn es Dir HIER so gut gefällt?)
,
vielleicht übel verhartzter, armer Bürger,
der noch dazu - wegen seiner Frau - auf Milsana-Quark angewiesen ist,
mit einem Condor 29 Euro-Flug für 10 Tage nach La Palma kommt, dann kann er doch:

Bei LIDL in Deutschland 2500 g Billig-Quark kaufen und den im Handgepäck mitbringen.


Da ist etwas WAHRES dran!
Oder nicht?

Vorsicht Falle!




Was war neulich in der Presse zu lesen?

Mehr als 5.000 Betten in der touristischen Vermietung auf La Palma sind illegal. Die meisten befinden sich in ländlichen Gebieten, auf denen nicht gebaut werden darf. Diese Unterkünfte entstanden in den 90er Jahren und sind auf der ganzen Insel verteilt, wobei die meisten im Aridanetal und in der Gemeinde Tijarafe angesiedelt sind. Es handelt sich in der Regel um kleine Ferienhäuschen oder –wohnungen, in denen vier bis fünf Personen untergebracht werden können. Beworben werden sie via Internet, nachdem die Mehrheit der Reiseveranstalter sie wieder aus dem Angebot genommen hat. Die Inselregierung ist daran interessiert, diese Unterkünfte nachträglich zu legalisieren. Da man nur ungern auf die zusätzlichen Kapazitäten verzichten möchte, muss eine Lösung gefunden werden. Ein erster Versuch in dieser Richtung scheiterte 2007 an dem Veto der Hotelvereinigung Ashotel. Mittlerweile schwenkten diese um und würden einer Legalisierung zustimmen, sofern feste Richtlinien in Bezug auf Qualität und Mindeststandards gesetzlich festgelegt würden. Ein entsprechendes Gesetz soll nun erarbeitet und verabschiedet werden. Erfüllen die Besitzer der Ferienwohnungen danach die Vorgaben, soll eine Sondergenehmigung den Bau und die touristische Aktivität nachträglich sichern. Wer sich daran nicht hält, hat auch nach der neuen Gesetzeslage keine Aussicht auf einen legalen Status. Unter den Betroffenen befinden sich auch zahlreiche Deutsche, die ständig oder zumindest monatsweise auf La Palma leben.


Bei der Megawelle hörte sich das in Bezug auf die Bettenzahlen zwar etwas anders an, ging aber thematisch auch in diese Richtung.
Auf der Insel La Palma werden rund 5.000 Touristenbetten jährlich illegal vermietet. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung El Dia hervor. Demnach stehen die bis zu 5 Betten fassenden Appartements und Ferienhäuser in Valle de Aridane und Tijarafe – einer attraktiven Ruralzone. Ein Grossteil der Eigentümer hat auch einen Antrag auf Legalisierung gestellt. Allerdings verbietet die Gesetzeslage den Anträgen nachzukommen, die Zonas Rurales stehen unter Schutz. Die meist deutschen Eigentümer bieten ihre Rural Ferienhäuser über das Internet zum vermieten an – eine Grauzone an der auch in Zukunft nichts geändert werden soll.


Die "Ashotel" verfolgt offenbar das Ziel, die privaten Kleinvermieter langsam, aber sicher, zu ruinieren, weil man das Geschäft gerne selbst machen will.
Auch die großen Reiseveranstalter haben ein Interesse daran, dass sie in den Markt der Individualtouristen einbrechen können.

Die klassische Pauschalreise ist gerade auf Inseln wie La Palma, La Gomera und El Hierro, die sich nicht als "Badeninseln" vermarkten lassen, nie so richtig stark gewesen und wir wissen aus aktuellen Untersuchungen, dass die klassische Pauschalreise ohnehin rückläufig ist.

Das ist ein Problem für Hotels und Reiseveranstalter.
Schauen wir uns doch die Belegungsraten auf La Palma an! Die liegen im Jahre 2009 um die 40%, bei einigen Hotels auch darunter.

Es geht an das Eingemachte, wie man so schön sagt. Nicht erst seit heute. Die Vereinigung "Ashotel" hat schon lange versucht, die privaten Vermieter - übrigens nicht nur auf den kleinen Inseln - zu "Illegalen" zu erklären.

Diese kleinen Betriebe gingen bei der Vermarktung ihrer Möglichkeiten schon seit Jahren sehr modern vor und nutzen bei der Werbung innerhalb ihrer Klientel europaweit konsequent das Internet.
Das, was die Experten heute den Tourismusverantwortlichen empfehlen, nämlich sich unabhängiger von den Reisemultis zu machen, praktizieren diese kleinen Vermieter schon seit langer Zeit sehr erfolgreich.

Ein Kollege, es war "La Palma Air", der damals mit anderen im La Palma Forum noch für ganz erheblich mehr Leser sorgte, - heute macht er uns ja hier in seiner Rolle als "Rico Ricotta" so viel Freude - startete dort einfach einmal eine Umfrage.

Der Titel:
Privat oder Hotel? Wird auch "schwarz" gezahlt?

Mike, der Betreiber des La Palma Forums, sagte dazu:

Viele Individualtouris auf der Insel bevorzugen die privaten Unterkünfte, ich kenne einige die würden nie in ein Hotel gehen.
Also ist dieser Gedanke völlig kontraproduktiv, denn Übernachtungen sind nicht die einzige Geldquelle die sprudelt wenn Gäste kommen.

Ich glaube das könnte so einige Leute von der Insel fernhalten.
Man sollte immer genau überlegen wie man den Tourismus ändert, so mancher Ideenerguss ging schon nach hinten los.



Und unser alter Haudegen FRANCO, mit dem ich kürzlich mal wieder Kontakt hatte, bemerkte richtigerweise:
Zur privaten Vermietung generell muß gesagt werden, daß speziell die 3 Kleinen (LP, Gomera und Hierro) ohne Privatvermietungen gar nicht auskommen bzw. das zumindest saisonale Aufkommen allein mit pauschal buchbaren Hotelbetten befriedigen könnten.

Insofern stellen Privat-Quartiere einen nicht zu unterschätzenden und absolut notwendigen Faktor dar, ohne den das Tourismus-Konzept dieser Inseln nicht haltbar wäre.
Das wissen natürlich auch die verantwortlichen Politiker ...


Nun ist es ja nicht so, dass wir in diesem Zusammenhang über echte "Schwarzvermieter" sprechen, sondern über Vermieter, die ihre Einnahmen angeben und versteuern, was angesichts ihrer Werbung im Internet natürlich auch ratsam ist. Auf La Palma lesen auch die örtlichen Behörden die "Announcen" im Internet, jedenfalls deren Dolmetscher.

Sie machen den Hotels nur unliebsame Konkurrenz, das ist deren Hauptproblem und deshalb versucht die "Ashotel" ihre Lobbyisten auch auf diese angeblich "illegalen touristischen Vermieter" zu hetzen.

Der sog. "ländliche Tourismus", der findet gerade in diesen Betrieben statt, die in der Eingansmeldung angesprochen wurden, macht auf La Palma knapp die Hälfte der gesamten Urlaubsbuchungen aus.

Viele dieser touristischen Einrichtungen waren "formell illegal", denn sie hatten keinen spezielle Betriebsgenehmigung oder erfüllten den Normenkatalog der kanarischen Tourismusbehörde nicht oder nicht in vollem Umfang.

Deshalb kam von den Cabildos auch die Initiative, diese Betriebe irgendwie zu legalisieren, denn man wusste um deren Bedeutung.
Folglich wurden Richtinien zur Legalisierung verabschiedet und viele Eigentümer stellten auch die entsprechenden Legalisierungsanträge.

So war das der "Ashotel" aber auch nicht recht und man legte Veto gegen das Legalisierungsverfahren ein.
Viele Betriebe sind jetzt bekannt und beantragten die Legaisierung, man kann sie sich also vor Ort anschauen und genau das haben die Strategen der Ashotel wahrscheinlich auch gemacht, denn ihr Problem ist immer noch da und droht bei den derzeitigen Auslastungsraten im Hotelbereich ruinös zu werden: Diese Betriebe stellen einfach eine unliebsame Konkurrenz dar!

Jetzt will man auf einmal nicht mehr am eigenen VETO gegen eine zu weitgehende Legalisierung festhalten und bietet etwas an, was man wirklich nur als FALLE ansehen kann.

Ein Gesetz solle erarbeitet und verabschiedet werden. Man brauche jetzt feste Regeln in Bezug auf sog. "Qualitätsstandards". Erfüllten die Besitzer der Ferienwohnungen danach die Vorgaben, solle eine Sondergenehmigung den Bau und die touristische Aktivität nachträglich sichern.

Ganz clever von den Strategen der "Ashotel" gemacht.
Sie wissen, dass viele Betriebe gar nicht über das Kapital verfügen, um Standards zu erfüllen, die heute für den Neubau von touristischen Anlagen gefordert werden.
Ganz abgesehen davon, ob man diese für die in Frage stehenden Betriebe überhaupt braucht, - sie erfreuen sich ja offensichtlich großer Beliebtheit bei einer Stammklientel - könnte man so unliebsame Konkurrenz loswerden und selbst das Geschäft machen.

Machen wir uns nichts vor! Seit Jahren versuchen die Reisemultis in Kooperation mit örtlichen Partnern einen Markt aufzubauen, der genau in die Richtung "Turismo Rural" geht.
Sowas soll der geneigte Urlauber auch bei TUI, Thomas Cook, Alltours oder Rewe Touristik buchen können.
Die am Computer vom Kunden selbst zusammengestellte Reise.
Unterkunft, natürlich auch mit Selbstversorgung, Flug, natürlich mit einem speziellen Flieger, das Auto, natürlich von einer eigenen Autovermietung, Ausflüge, vielleicht mit einem "Scout" des Reiseanbieters, u.s.w.
Da stören die vielen privaten Kleinvermieter natürlich gewaltig!


Bereits seit vielen Jahren ist die private Ferienvermietung auf den kleinen Canarias ein Zankapfel und Politikum.

Geschützt werden soll die Hotelerie vor illegaler Konkurrenz, der Fiskus vor Vermietungsgeschäften vorbei an der Steuerbehörde und der Gast und Mieter privater Ferienwohneinheiten vor einem zu niedrigen Qualitätsstandard.

Man wird der Verwaltung nicht absprechen können, entsprechende Schutzregelungen zu verabschieden.
Tatsache ist aber, dass sich die ganz überwiegende Zahl der betroffenen Betriebe bei der letzten "Legalisierungsaktion" hat registrieren lassen und dass man für diese Kleinbetriebe keine überzogenen "Qualitätstandards" normieren darf.

Das Ganze ist ein durchsichtiger Versuch der Geschäftemacher aus dem Pauschalbereich.
Sie wissen, dass sie die Entwicklung verschlafen haben.
Immer, wenn die Geschäfte schlechter laufen - das ist ja derzeit in ganz erheblichem Umfang der Fall, sind die Privaten schuld!

Das kennt man ja schon!

Für viele Stammkunden der Inseln stellen Privat-Quartiere einen nicht zu unterschätzenden und absolut notwendigen Faktor dar, ohne den ein vernünftiges, den Inseln angepasstes, Tourismus-Konzept gar nicht denkbar wäre.

Welches Konzept, werden da einige gerade im Falle La Palma fragen, denn das, was im Tourismus PTE veröffentlicht wurde, ist ganz sicher der Untergang der Insel.

Dazu später mehr!